FAQ & Glossar
Häufig gestellte Fragen
Alles Wissenswerte rund um Flurkarten, Formate, Bestellungen und Fachbegriffe.
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Bestellung & Bezahlung
Verfügbarkeit & Daten
Technik & CAD
Glossar
Fachbegriffe aus Vermessung, Kataster und Kartographie verständlich erklärt.
ALKIS
Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem — das bundesweit einheitliche Informationssystem der Vermessungsverwaltungen. Es vereint das frühere Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB) und die Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) in einem System.
Amtliche Fläche
Die im Liegenschaftskataster eingetragene Fläche eines Flurstücks in Quadratmetern. Diese kann geringfügig von der tatsächlichen Fläche abweichen, ist aber die rechtlich maßgebliche Größenangabe.
Bauantrag
Formeller Antrag bei der Baubehörde zur Genehmigung eines Bauvorhabens. Dem Bauantrag muss in der Regel ein amtlich beglaubigter Auszug aus der Liegenschaftskarte beigelegt werden.
Baulast
Öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde, bestimmte Dinge zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. Baulasten sind im Baulastenverzeichnis eingetragen und nicht im Grundbuch.
Bestandsplan
Zeichnerische Darstellung des aktuellen Zustands eines Grundstücks mit Gebäuden, Wegen und Vegetation — oft auf Basis einer Flurkarte erstellt.
Bounding Box
Umschließendes Rechteck um ein geographisches Objekt. Wird verwendet, um den Kartenausschnitt für eine Flurkarte zu berechnen (Mindestkoordinaten und Maximalkoordinaten in X- und Y-Richtung).
CAD
Computer-Aided Design — computergestütztes Entwerfen. Oberbegriff für Software wie AutoCAD, BricsCAD oder Vectorworks, die für technische Zeichnungen und Konstruktionen verwendet wird.
DXF
Drawing Exchange Format — ein offenes Dateiformat für CAD-Zeichnungen. DXF-Dateien enthalten Vektordaten (Linien, Punkte, Texte) und können in allen gängigen CAD-Programmen geöffnet und bearbeitet werden.
EPSG:25832
Bezeichnung für das Koordinatenreferenzsystem UTM Zone 32N (basierend auf ETRS89). Dies ist das amtliche Referenzsystem für Katasterdaten in Deutschland.
Flur
Zusammenfassung mehrerer Flurstücke zu einer Verwaltungseinheit innerhalb einer Gemarkung. Die Flurnummer ist Teil des Flurstückskennzeichens.
Flurkarte
Kartographische Darstellung der Flurstücke, Gebäude und Nutzungsarten eines Gebiets. Historischer Begriff, der seit der ALKIS-Umstellung offiziell durch „Liegenschaftskarte" ersetzt wurde, umgangssprachlich aber weiterhin gebräuchlich ist.
Flurstück
Die kleinste Buchungseinheit des Liegenschaftskatasters. Jedes Flurstück hat ein eindeutiges Kennzeichen bestehend aus Gemarkung, Flur, Zähler und ggf. Nenner. Es bezeichnet einen zusammenhängenden, geometrisch abgegrenzten Teil der Erdoberfläche.
Flurstückskennzeichen
Eindeutige Identifikation eines Flurstücks, bestehend aus: Gemarkungsnummer, Flurnummer, Zähler und optional Nenner (z. B. 0800-012-00045/0002). Bundesweit eindeutig in Kombination mit der Landeskennung.
Gemarkung
Flächenmäßig abgegrenzter Bezirk des Liegenschaftskatasters. Eine Gemeinde kann aus mehreren Gemarkungen bestehen. Jede Gemarkung hat einen Namen und eine Nummer und enthält eine oder mehrere Fluren.
Geocoding
Umwandlung einer Adresse (z. B. „Musterstraße 12, 01069 Dresden") in geographische Koordinaten (Längen- und Breitengrad). Wird für die Adresssuche auf unserer Plattform verwendet.
GeoPackage (GPKG)
Offenes Dateiformat für Geodaten auf Basis von SQLite. Unsere ALKIS-Daten werden als GeoPackage-Dateien geliefert und anschließend in die PostGIS-Datenbank importiert.
Grundbuch
Öffentliches Register beim Amtsgericht, das die Eigentumsverhältnisse an Grundstücken dokumentiert. Das Grundbuch ist nicht Teil des Liegenschaftskatasters, referenziert aber dessen Flurstücke.
Grundstück
Ein oder mehrere Flurstücke, die im Grundbuch unter einer laufenden Nummer geführt werden. Ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücken bestehen, ein Flurstück gehört aber immer nur zu einem Grundstück.
Kataster
Amtliches Verzeichnis aller Grundstücke und Flurstücke eines Gebiets mit ihren Grenzen, Flächen, Nutzungsarten und Eigentümern. In Deutschland wird das Kataster von den Landesvermessungsbehörden geführt.
Katasteramt
Behörde, die das Liegenschaftskataster führt und pflegt. Je nach Bundesland unterschiedlich organisiert (Vermessungs- und Katasteramt, Amt für Bodenmanagement etc.). Zuständig für amtliche Auszüge aus der Liegenschaftskarte.
Lageplan
Zeichnerische Darstellung eines Grundstücks und seiner Umgebung, die für Bauanträge erforderlich ist. Ein amtlicher Lageplan muss von einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) erstellt werden. Unsere Flurkarten können als Grundlage für die Vorplanung dienen.
Liegenschaftskarte
Offizieller, seit der ALKIS-Einführung gültiger Begriff für die Flurkarte. Sie ist der kartographische Teil des Liegenschaftskatasters und zeigt Flurstücksgrenzen, Gebäude, Nutzungsarten und topographische Elemente.
Maßstab
Verhältnis zwischen Kartendarstellung und Wirklichkeit. Bei 1:1000 entspricht 1 cm auf der Karte 10 m in der Natur. Übliche Maßstäbe für Flurkarten: 1:500 (sehr detailliert), 1:1000 (Standard), 1:2000 (Übersicht).
Nenner
Teil des Flurstückskennzeichens. Wenn ein Flurstück geteilt wird, erhalten die neuen Teilstücke den gleichen Zähler und unterschiedliche Nenner. Ein Flurstück ohne Teilung hat keinen Nenner (bzw. Nenner 0).
Nutzungsart
Klassifizierung der tatsächlichen Nutzung einer Fläche im Liegenschaftskataster, z. B. Wohnbaufläche, Landwirtschaft, Wald, Gewässer, Verkehrsfläche.
Parzelle
Älterer, umgangssprachlicher Begriff für ein Flurstück. Im amtlichen Sprachgebrauch nicht mehr üblich, wird aber insbesondere in Süddeutschland noch häufig verwendet.
Portable Document Format — plattformunabhängiges Dateiformat für Dokumente. Unsere maßstabsgetreuen Flurkarten werden als hochauflösende PDFs (300 DPI) geliefert, die originalgetreu gedruckt werden können.
PostGIS
Erweiterung für PostgreSQL-Datenbanken, die räumliche Datentypen und Funktionen (z. B. Flächenberechnung, Abstandsmessung, Verschneidung) ermöglicht. Speichert und verarbeitet die ALKIS-Geodaten in unserer Infrastruktur.
UTM
Universale Transversale Mercatorprojektion — ein Koordinatensystem, das die Erde in 60 Zonen einteilt. Deutschland liegt überwiegend in Zone 32 (EPSG:25832) und teilweise in Zone 33.
WMS
Web Map Service — ein Standard des Open Geospatial Consortium (OGC) zum Abrufen von Kartenbildern über das Internet. Unsere Kartenvorschau wird über einen WMS-Dienst bereitgestellt.
Zähler
Hauptnummer eines Flurstücks innerhalb einer Flur. Zusammen mit dem optionalen Nenner bildet er die Flurstücksnummer (z. B. 45/2 = Zähler 45, Nenner 2).
ÖbVI
Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur — freiberuflicher Vermesser mit hoheitlichen Befugnissen. Nur ein ÖbVI (oder das Katasteramt selbst) darf amtliche Vermessungen durchführen und amtliche Lagepläne erstellen.