FAQ & Glossar

Häufig gestellte Fragen

Alles Wissenswerte rund um Flurkarten, Formate, Bestellungen und Fachbegriffe.

Allgemein

Eine Flurkarte (auch Liegenschaftskarte oder Katasterkarte genannt) zeigt die parzellenscharfe Darstellung aller Flurstücke, Gebäude und Nutzungsarten eines Gebiets. Sie wird von Architekten, Planern und Vermessern für Bauanträge, Planungen und Grundstücksbewertungen verwendet.
Flurkarte und Liegenschaftskarte bezeichnen dasselbe Dokument. Der Begriff „Flurkarte" ist historisch gewachsen, seit der Umstellung auf das ALKIS-System spricht man offiziell von der „Liegenschaftskarte". Inhaltlich sind beide identisch: Sie zeigen Flurstücksgrenzen, Gebäude, Nutzungsarten und Beschriftungen.
Nein. Unsere Flurkarten basieren auf amtlichen ALKIS-Daten, sind aber nicht amtlich beglaubigt. Für amtliche Auszüge wenden Sie sich bitte an das zuständige Katasteramt. Unsere Karten eignen sich hervorragend für Planungszwecke, Entwürfe und Vorabprüfungen.
Für die Einreichung eines Bauantrags wird in der Regel ein amtlich beglaubigter Auszug aus der Liegenschaftskarte benötigt. Unsere Flurkarten eignen sich aber ideal für die Vorbereitung und Planung eines Bauantrags, Lageplanentwürfe und interne Abstimmungen.
ALKIS steht für „Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem". Es ist das bundesweit einheitliche System, in dem die Vermessungsverwaltungen aller Bundesländer ihre Katasterdaten führen. Unsere Flurkarten werden direkt aus diesen amtlichen ALKIS-Daten generiert.
Unsere Flurkarten werden direkt aus den amtlichen ALKIS-Daten der Vermessungsverwaltungen generiert. Die Genauigkeit entspricht dem aktuellen Stand des Liegenschaftskatasters. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert.

Preise & Formate

Eine Flurkarte als PDF kostet ab 21,00 € inkl. MwSt. Das DXF-Format für CAD-Systeme gibt es ab 31,00 €. Am günstigsten ist das Bundle (PDF + DXF) ab 36,00 €. Alle Preise gelten für A4/A3, für A2 fällt ein geringer Aufpreis an.
Wir bieten maßstabsgetreue PDFs (druckfertig in A4, A3 oder A2) und DXF-Dateien für CAD-Systeme wie AutoCAD, BricsCAD oder Vectorworks. Beide Formate sind auch als Bundle zum Vorteilspreis erhältlich.
Ein PDF ist ein druckfertiges Dokument — ideal zum Ausdrucken, Versenden oder für die digitale Ablage. Eine DXF-Datei enthält Vektordaten, die in CAD-Programmen (AutoCAD, BricsCAD, Vectorworks) weiterbearbeitet werden können. Wenn Sie die Karte nur anschauen oder drucken möchten, reicht PDF. Für Planung und Konstruktion empfehlen wir DXF oder das Bundle.
Maßstabsgetreu bedeutet, dass die Karte exakt im gewählten Maßstab (z. B. 1:500 oder 1:1000) gedruckt werden kann. Abstände und Flächen auf dem Ausdruck entsprechen den realen Verhältnissen — bei 1:1000 ist 1 cm auf dem Papier gleich 10 m in der Natur.
Wir bieten verschiedene Maßstäbe an, darunter 1:500, 1:1000 und 1:2000. Der optimale Maßstab hängt von der Größe des Flurstücks und dem gewünschten Detailgrad ab. Bei der Bestellung können Sie den Maßstab frei wählen.
Sie können zwischen A4, A3 und A2 wählen. A4 und A3 haben denselben Preis, für A2 fällt ein geringer Aufpreis an. Größere Formate zeigen bei gleichem Maßstab einen größeren Kartenausschnitt.

Bestellung & Bezahlung

Sofort. Nach erfolgreicher Bezahlung wird Ihre Flurkarte automatisch generiert und steht innerhalb weniger Sekunden zum Download bereit. Kein Warten auf Sachbearbeiter oder Postversand.
Wir akzeptieren alle gängigen Kredit- und Debitkarten (Visa, Mastercard, American Express) sowie weitere Zahlungsmethoden über unseren Zahlungsdienstleister Stripe. Alle Zahlungen werden verschlüsselt übertragen.
Ja, Sie erhalten automatisch eine ordnungsgemäße Rechnung mit ausgewiesener MwSt. Die Rechnung steht sofort als PDF auf Ihrer Download-Seite bereit und wird zusätzlich per E-Mail versendet.
Nein, eine Registrierung ist nicht erforderlich. Sie können als Gast bestellen — geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse und Rechnungsdaten ein. Über Ihre E-Mail-Adresse können Sie jederzeit auf Ihre Downloads und Rechnungen zugreifen.
Ihre generierten Dateien stehen Ihnen dauerhaft zum Download bereit. Sie können jederzeit über den Link in Ihrer Bestätigungs-E-Mail auf Ihre Karten und Rechnungen zugreifen.
Da die Flurkarten sofort nach Bezahlung digital generiert und bereitgestellt werden, ist eine Stornierung nach dem Download grundsätzlich ausgeschlossen. Details finden Sie in unserer Widerrufsbelehrung.

Verfügbarkeit & Daten

Alle 15 Bundesländer außer Bayern. Bayern stellt seine Katasterdaten nicht als offene ALKIS-Daten zur Verfügung, daher können wir dieses Bundesland leider nicht abdecken.
Bayern stellt seine Katasterdaten über ein eigenes System (BayernAtlas) bereit und bietet keine offenen ALKIS-Daten für Drittanbieter an. Daher können wir für bayerische Flurstücke leider keine Karten anbieten. Wenden Sie sich in diesem Fall an das zuständige Vermessungsamt in Bayern.
Unsere ALKIS-Daten werden regelmäßig von den Landesvermessungsämtern bezogen und in unsere Datenbank eingespielt. Der Stand der Daten wird auf der jeweiligen Flurkarte vermerkt.
Prüfen Sie die Schreibweise Ihrer Suche. Sie können nach Adresse, Flurstückskennzeichen (Gemarkung, Flur, Zähler/Nenner) oder Koordinaten suchen. Falls das Flurstück dennoch nicht gefunden wird, kontaktieren Sie uns — wir helfen gerne.

Technik & CAD

DXF ist ein offenes Austauschformat, das von nahezu allen CAD-Programmen unterstützt wird, darunter AutoCAD, BricsCAD, Vectorworks, ArchiCAD, SketchUp (mit Plugin), QGIS und viele weitere.
Alle Geodaten werden im Koordinatensystem EPSG:25832 (UTM Zone 32N) geliefert. Dies ist das in Deutschland amtlich verwendete Referenzsystem für Katasterdaten.
Die DXF-Datei enthält separate Layer für Flurstücksgrenzen, Gebäude, Straßen, Gewässer, Nutzungsarten und Beschriftungen. So können Sie in Ihrem CAD-Programm gezielt einzelne Ebenen ein- oder ausblenden.
Ja. Stellen Sie in Ihrem PDF-Viewer die Druckoption auf „Tatsächliche Größe" (nicht „An Seite anpassen"). Die Karte wird dann exakt im angegebenen Maßstab gedruckt. Eine Maßstabsleiste auf der Karte ermöglicht die Kontrolle.

Glossar

Fachbegriffe aus Vermessung, Kataster und Kartographie verständlich erklärt.

A

ALKIS

Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem — das bundesweit einheitliche Informationssystem der Vermessungsverwaltungen. Es vereint das frühere Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB) und die Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) in einem System.

A

Amtliche Fläche

Die im Liegenschaftskataster eingetragene Fläche eines Flurstücks in Quadratmetern. Diese kann geringfügig von der tatsächlichen Fläche abweichen, ist aber die rechtlich maßgebliche Größenangabe.

B

Bauantrag

Formeller Antrag bei der Baubehörde zur Genehmigung eines Bauvorhabens. Dem Bauantrag muss in der Regel ein amtlich beglaubigter Auszug aus der Liegenschaftskarte beigelegt werden.

B

Baulast

Öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde, bestimmte Dinge zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. Baulasten sind im Baulastenverzeichnis eingetragen und nicht im Grundbuch.

B

Bestandsplan

Zeichnerische Darstellung des aktuellen Zustands eines Grundstücks mit Gebäuden, Wegen und Vegetation — oft auf Basis einer Flurkarte erstellt.

B

Bounding Box

Umschließendes Rechteck um ein geographisches Objekt. Wird verwendet, um den Kartenausschnitt für eine Flurkarte zu berechnen (Mindestkoordinaten und Maximalkoordinaten in X- und Y-Richtung).

C

CAD

Computer-Aided Design — computergestütztes Entwerfen. Oberbegriff für Software wie AutoCAD, BricsCAD oder Vectorworks, die für technische Zeichnungen und Konstruktionen verwendet wird.

D

DXF

Drawing Exchange Format — ein offenes Dateiformat für CAD-Zeichnungen. DXF-Dateien enthalten Vektordaten (Linien, Punkte, Texte) und können in allen gängigen CAD-Programmen geöffnet und bearbeitet werden.

E

EPSG:25832

Bezeichnung für das Koordinatenreferenzsystem UTM Zone 32N (basierend auf ETRS89). Dies ist das amtliche Referenzsystem für Katasterdaten in Deutschland.

F

Flur

Zusammenfassung mehrerer Flurstücke zu einer Verwaltungseinheit innerhalb einer Gemarkung. Die Flurnummer ist Teil des Flurstückskennzeichens.

F

Flurkarte

Kartographische Darstellung der Flurstücke, Gebäude und Nutzungsarten eines Gebiets. Historischer Begriff, der seit der ALKIS-Umstellung offiziell durch „Liegenschaftskarte" ersetzt wurde, umgangssprachlich aber weiterhin gebräuchlich ist.

F

Flurstück

Die kleinste Buchungseinheit des Liegenschaftskatasters. Jedes Flurstück hat ein eindeutiges Kennzeichen bestehend aus Gemarkung, Flur, Zähler und ggf. Nenner. Es bezeichnet einen zusammenhängenden, geometrisch abgegrenzten Teil der Erdoberfläche.

F

Flurstückskennzeichen

Eindeutige Identifikation eines Flurstücks, bestehend aus: Gemarkungsnummer, Flurnummer, Zähler und optional Nenner (z. B. 0800-012-00045/0002). Bundesweit eindeutig in Kombination mit der Landeskennung.

G

Gemarkung

Flächenmäßig abgegrenzter Bezirk des Liegenschaftskatasters. Eine Gemeinde kann aus mehreren Gemarkungen bestehen. Jede Gemarkung hat einen Namen und eine Nummer und enthält eine oder mehrere Fluren.

G

Geocoding

Umwandlung einer Adresse (z. B. „Musterstraße 12, 01069 Dresden") in geographische Koordinaten (Längen- und Breitengrad). Wird für die Adresssuche auf unserer Plattform verwendet.

G

GeoPackage (GPKG)

Offenes Dateiformat für Geodaten auf Basis von SQLite. Unsere ALKIS-Daten werden als GeoPackage-Dateien geliefert und anschließend in die PostGIS-Datenbank importiert.

G

Grundbuch

Öffentliches Register beim Amtsgericht, das die Eigentumsverhältnisse an Grundstücken dokumentiert. Das Grundbuch ist nicht Teil des Liegenschaftskatasters, referenziert aber dessen Flurstücke.

G

Grundstück

Ein oder mehrere Flurstücke, die im Grundbuch unter einer laufenden Nummer geführt werden. Ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücken bestehen, ein Flurstück gehört aber immer nur zu einem Grundstück.

K

Kataster

Amtliches Verzeichnis aller Grundstücke und Flurstücke eines Gebiets mit ihren Grenzen, Flächen, Nutzungsarten und Eigentümern. In Deutschland wird das Kataster von den Landesvermessungsbehörden geführt.

K

Katasteramt

Behörde, die das Liegenschaftskataster führt und pflegt. Je nach Bundesland unterschiedlich organisiert (Vermessungs- und Katasteramt, Amt für Bodenmanagement etc.). Zuständig für amtliche Auszüge aus der Liegenschaftskarte.

L

Lageplan

Zeichnerische Darstellung eines Grundstücks und seiner Umgebung, die für Bauanträge erforderlich ist. Ein amtlicher Lageplan muss von einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) erstellt werden. Unsere Flurkarten können als Grundlage für die Vorplanung dienen.

L

Liegenschaftskarte

Offizieller, seit der ALKIS-Einführung gültiger Begriff für die Flurkarte. Sie ist der kartographische Teil des Liegenschaftskatasters und zeigt Flurstücksgrenzen, Gebäude, Nutzungsarten und topographische Elemente.

M

Maßstab

Verhältnis zwischen Kartendarstellung und Wirklichkeit. Bei 1:1000 entspricht 1 cm auf der Karte 10 m in der Natur. Übliche Maßstäbe für Flurkarten: 1:500 (sehr detailliert), 1:1000 (Standard), 1:2000 (Übersicht).

N

Nenner

Teil des Flurstückskennzeichens. Wenn ein Flurstück geteilt wird, erhalten die neuen Teilstücke den gleichen Zähler und unterschiedliche Nenner. Ein Flurstück ohne Teilung hat keinen Nenner (bzw. Nenner 0).

N

Nutzungsart

Klassifizierung der tatsächlichen Nutzung einer Fläche im Liegenschaftskataster, z. B. Wohnbaufläche, Landwirtschaft, Wald, Gewässer, Verkehrsfläche.

P

Parzelle

Älterer, umgangssprachlicher Begriff für ein Flurstück. Im amtlichen Sprachgebrauch nicht mehr üblich, wird aber insbesondere in Süddeutschland noch häufig verwendet.

P

PDF

Portable Document Format — plattformunabhängiges Dateiformat für Dokumente. Unsere maßstabsgetreuen Flurkarten werden als hochauflösende PDFs (300 DPI) geliefert, die originalgetreu gedruckt werden können.

P

PostGIS

Erweiterung für PostgreSQL-Datenbanken, die räumliche Datentypen und Funktionen (z. B. Flächenberechnung, Abstandsmessung, Verschneidung) ermöglicht. Speichert und verarbeitet die ALKIS-Geodaten in unserer Infrastruktur.

U

UTM

Universale Transversale Mercatorprojektion — ein Koordinatensystem, das die Erde in 60 Zonen einteilt. Deutschland liegt überwiegend in Zone 32 (EPSG:25832) und teilweise in Zone 33.

W

WMS

Web Map Service — ein Standard des Open Geospatial Consortium (OGC) zum Abrufen von Kartenbildern über das Internet. Unsere Kartenvorschau wird über einen WMS-Dienst bereitgestellt.

Z

Zähler

Hauptnummer eines Flurstücks innerhalb einer Flur. Zusammen mit dem optionalen Nenner bildet er die Flurstücksnummer (z. B. 45/2 = Zähler 45, Nenner 2).

Ö

ÖbVI

Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur — freiberuflicher Vermesser mit hoheitlichen Befugnissen. Nur ein ÖbVI (oder das Katasteramt selbst) darf amtliche Vermessungen durchführen und amtliche Lagepläne erstellen.

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